Posts Tagged: Oloid


4
Sep 11

Rastplatz Oloid

Kunst am Rastplatz

Auf den ersten Blick: das hätte ein Oloid werden können.

Auf den zweiten Blick: ein Oloid in Rast-Stellung. Etwa so, wie wenn ein Vogel seinen Kopf unter den Flügel steckt um zu schlafen.

Gesehen am Rijksweg (Autobahn) A7 (E22) beim Rastplatz, nördlich Amsterdam, in der Nähe von Benningbroek, NL.


21
Apr 11

Handwerk zwischen Kunst und Wissenschaft: Kupfer-Oloid

Kupfer-Oloid in einer Klemmvorrichtung zum Schweißen. Foto: Tobias Langscheid

Idealerweise bewegt sich die handwerkliche Arbeit zwischen den praktischen Anforderungen des unmittelbaren Gebrauchs, des materialgerechten Umgangs und dem Ziel, ein auch ästhetisch schönes Ergebnis zu erziehlen.

Dies ist, etwas vordergründig, ein Grund dafür, dass an Waldorfschulen großer Wert gelegt wird auf die praktische Erziehung der Schüler. Entscheident ist aber unbedingt, dass das handwerkliche Arbeiten ganz pratisch und nachhaltig das Denken ausbildet: sowohl in rationaler, mehr wissenschaftlicher, als auch in intuitiver künstlerischer Hinsicht.

Das abgebildete Kupfer-Oloid nach Paul SCHATZ ist sozusagen eine positive Rückkopplung aus Wissenschaft und Kunst (“geometrisches und ästhetisches Objekt”) wieder zum Handwerk zurück. Es entstand im Kurs Metallbearbeitung beim diesjährigen Treffen der Kunst- und Werklehrer an Waldorfschulen an der Freien Waldorfschule in Mannheim.


1
Feb 11

Edelstahl-Oloid bei BMW

Edel-Stahl-Oloid. Foto: Tobias Langscheid

Dreimal Edel-Stahl:

1) edle Form (Oloid) trifft

2) edel rausgeputztes Metall

3) die Kutschen der Edelklasse im Hintergrund.

Den Karossen und dem Oliod ist gemeinsam, dass sie sich fortbewegen lassen, jedes auf seine Art. Zu sehen im BMW-Museum in München.


8
Dez 10

Fläche und Raum: Universität Freiburg

Von der Fläche...

Von der Fläche...

Von der Fläche zum Raum – das ist ein Schritt für jeden Menschen. Immer wieder neu. In der Schule ein wichtiger Schritt zum dreidimensionalen Vorstellen, Denken und Handeln.

...durch Falten und Zusammenstecken...

Ein dankbares, fast voraussetzungsloses Mittel dazu bildet das Falten von Papier-Modellen. Dazu werden lediglich Papierflächen gefaltet und modular zusammengesteckt – ganz ohne Leim.

... zum Raum. Modelle: Alexander Heinz

Dies war Thema eines Abendvortrags von Alexander HEINZ beim Fachdidaktischen Seminar bei der Mathematik an der Universität in Freiburg.

Dass zum Übergang von der Fläche zum Raum Bewegung nötig ist, konnten die Teilnehmer im Anschluss selbst erfahren beim Falten eines Modells.

 


24
Okt 10

Oloid-Tage Tübingen

Oloid-Tagung 2010 in Tübingen

Praktisch an geometrischen Gesetzmäßigkeiten arbeiten: das Oloid in Holz, Ton und Papier. Mit den Händen ergründen und begreifen, und (erst) dann auf der praktischen Grundlage geometrische Fragen stellen: dies ist ein sehr fruchtbarer Zugang sowohl zur Geometrie, als auch zum Handwerken.

Tagungs-Impression

Beim Bau des Oloids aus Papier. Foto: Rosemarie Klett

FS Oloid

Tagungs-Impression. Bild (und Modell): Hartmut ENDLICH


18
Jul 10

Oloid auf der Überholspur

Im Rahmen der Ruhr-2010, Kulturhauptstadt Europas, wurde die meistbefahrene Autobahn Deutschlands, die A40 gesperrt.

Roloid auf der Überholspur

Roloid auf der Überholspur

60km freie Bahn für das Roloid und natürlich auch für die 3 Millionen Gäste, die bei dieser Aktion “Still-Leben Ruhrschnellweg” in Bewegung gekommen sind – zum Beispiel auch mit dem Roloid auf der Überholspur.

Roloid auf der Überholspur

Roloid auf der Überholspur

Das Roloid ist eine Art kunstvolles Fortbewegungsmittel. Man kann sich reinhängen, und durch Gewichtsverlagerung das Roloid und sich selber ins Rollen bringen. Der Name leitet sich aber nicht nur vom Rollen ab, sondern auch von der Form des Oloids, einer Form, die Paul SCHATZ vor 80 Jahren bei der Umstülung des Würfels entdeckte. Näheres unter der Rubrik Publikationen.

Übringens war das Roloid auf der Autobahn so gefragt, daß es auf einem besonderen Zugang auf die Fahrbahn gelangte, und zum Schluß wollte man es gar nicht mehr von der Fahrbahn lasen.

Roloid im Spiegel der öffentlichen Wahrnehmung

Auf der Seite der Ruhr 2010 kann man noch viele schöne Bilder bewundern, von dem, was es außer dem Roloid zu sehen gab.

Gruppenbild mit Roloid

Leonardo im Roloid

Ruhrgebiet: ein starkes Stück Deutschland

Ruhr 2010. Kulturhauptstadt Europas


18
Mai 10

Leonardo heute

Leonardos Illustration: Dodekaeder

Leonardo im Roloid

LEONARDO da Vinci (1452 -1519) ist nicht nur als berühmter Maler der Mona Lisa bekannt geworden. Neben seinen unsterblichen Gemälden und Zeichnungen können uns seine zahlreichen technischen Erfindungen heute ebenso begeistern, wie seine geometrischen Errungenschaften. Dazu gehört ein geometrischer Bildaufbau ebenso, wie die korrekte Umsetzung der Perspektive.

Berühmt ist sein Vitruvianischer Mensch in Kreis und Quadrat. Er wollte offensichtlich den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Weniger bekannt ist, daß er zusammen mit dem Mönch und Mathematiker Fra Luca PACIOLI (1545 – ca. 1514) ein frühes Buch über mathematische und geometrische Gesetzmäßigkeiten herausbrachte. Für das Buch “Divina Proportione” lieferte LEONARDO die Illustrationen. Darunter sind auch die Platonischen Körper und andere Polyeder.

Was macht LEONARDO heute? Vielleicht freut er sich an neueren geometrischen Errungenschaften, wie dem (R)Oloid?


26
Mrz 10

Ästhetische Geometrie Aachen 2010

Geometrie kann ästhetisch sein – und die Ästethik kann geometrischen Gesetzmäßigkeiten folgen: Geometrie als universelles Thema in Kunst und Wissenschaft. Auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geometrie und Graphik (DGfGG) stand diese Verbindung im Vordergrund. Zahlreiche Geometer aus Deutschland und Österreich beteiligten sich mit eigenen Beiträgen. Prof. Albrecht BEUTELSPACHER berichtete über die Entwicklung des Mathematik-Museums in Giessen zu einer der erfolgreichsten Museen Deutschlands. Dr. Christoph PÖPPE vom Verlag Spektrum der Wissenschaft berichtete von monumental-geometrischen Aktionen, die er mit Schülern erfolgreich durchgeführt hat.

Das Programm spiegelte die Vielfalt wieder, in der Geometrie in Wissenschaft, Lehre und Forschung, aber auch in Handwerk und Kunst und im Alltag zu finden ist. Der Bildhauer Klaus BECKER aus Anröchte berichtete von seiner bilhauerischen Arbeit an grünem Anröchter Sandstein, Alexander HEINZ von der Oloid-Woche in Basel, in der roter Buntsandstein bearbeitet wurde. Eine Reihe von Vorträgen veranschaulichten die Bedeutung der Geometrie im Design und auch in der Computer-Anwendung.

Parallel dazu fand in der ehemaligen Reichsabtei Aachen-Cornelimüster eine gleichnamige Ausstellung statt mit zahlreichen geometrischen Modellen, unter anderem von Ulrich MIKLOWEIT, Daniel LORDICK, Christoph PÖPPE; Rinus ROELOFS, Klaus BECKER, Oliver NIEWIADOMSKI und Prof. em. Friedhelm KÜRPIG, der Tagung und Ausstellung organisiert hat. Eine erweiterte Neuauflage der Ausstellung ist für den April 2011 in Aachen im Super C der RWTH geplant.

Im Rahmen der Tagung wurde der von Friedhelm KÜRPIG gestiftete Phänomena-Preis verliehen, den in einer Abstimmung Alexander HEINZ für seine gefalteten Papierpolyeder “FS Polyeder” gewann. Eine Dokumentation der Tagung, der Ausstellung und des Wettberbwerbs sind als Tagungsband in Arbeit.


6
Dez 09

Gerade. Und rund!

Gerade, rund und klein. Holzoloide von Stefan Schleszies (Bild: St. Schleszies)

Gerade, rund und groß: Holzoloid von Stefan schleszeis (Bild: St. Schleszies)

Gerade, rund und groß: Holz-Oloid von Stefan Schleszies (Bild: St. Schleszies)

Es gibt Dinge, die aus Geraden bestehen, aber rund aussehen, und auch rund sind. Und das muss kein Widerspruch sein. In der Geometrie gibt es z.B. solche Formen. Das Oloid ist eine davon. Als kunsthandwerkliche Schmuck- und Gebrauchsstücke sehen sie nicht nur schön aus, sondern lassen auch – in Bewegung versetzt – staunen. Einige Modelle finden sich hier im Shop. Besonders ausgefallene Stücke stellt Stefan SCHLESZIES her.


29
Nov 09

Oloid-Woche in Basel November 2009

Oloidwoche auf der Gerbergasse in Basel. Bild: Daniel Häni

Eine besondere Begegnung von Handwerk und Geometrie: in einer öffentlichkeitswirksamen Aktion schlugen Steinmetze und Steinmetzinnen aus Frankreich, Deutschland, Österreich und der Schweiz aus einem 1,8 t. schweren Sandsteinquader die Oloid-Form. Diese Form entsteht als Raum-Zeit-Form aus der Umstülpung des Stülpwürfels von Paul SCHATZ. Pünktlich zum 80. Jahrestag der Entdeckung der Würfel-Umstülpung konnte das Steinoloid fertiggestellt werden.

Oloid am Abend der Fertigstellung. Bild: Daniel Häni

Diese 1,2 t schwere Form läßt sich von Hand bewegen, und es läßt sich sogar darauf balancieren. Die Initiative zu dieser Aktion liegt bei Hildegard von HOMEYER und Claudia WINKLER. Zwei Zimmerleute stellten die Rollrampe für das Oloid her.

Ermöglicht wurde diese Aktion durch Sponsoren wie der Paul-Schatz-Stiftung, Basel, der Edith-Maryon-Stiftung (Kulturfonds), Basel und dem unternehmen mitte, Basel. Weitere Informationen zu der Aktion finden sich als Artikel von Alexander HEINZ in den österreichischen IBDG und im oloidblog.

Handfest zugepackt. Bild: Daniel Häni

Immer wieder Maß nehmen. Bild: Daniel Häni

Arbeitsfortschritte. Bild: Daniel Häni

Auf dem Weg in die Schalterhalle. Bild: Daniel Häni

Balancieren auf dem Oloid. Bild: Daniel Häni

Transport zu neuen Ufern. Bild: Daniel Häni

Station beim Glashaus am Goetheanum in Dornach bei Basel. Bild: Tobias Langscheid