Posts Tagged: Geometrie in Bewegung


31
Jan 13

Roloid

Roloid von Ernst Lehr (Foto: Ernst Lehr)

Roloid von Ernst Lehr (Foto: Ernst Lehr)

Roloid in Aktion

Roloid in Aktion

Was da wie eine Garten-Skulptur aussieht, kann in Bewegung versetzt werden. Vorausgesetzt, man setzt sich selbst in Bewegung.

Dazu reicht es, dieses Roloid aus seiner Verankerung zu nehmen, und auf einem glatten Untergrund abzulegen.

Dann steigt man ein, hält die Hände an den Griffen fest, die Füße an den Querstangen unten. Nun muss man nur noch durch kleine Bewegungen sein Körpergewicht verlagern, und schon bewegt sich das Ganze.

Bei Ernst LEHR und seiner Homepage umstuelper.de finden sich weitere interessante geometrische Objekte mit zukunftsträchtigem Hintergrund.


18
Jul 10

Oloid auf der Überholspur

lebendiges Still-Leben am 18.07.2010 auf der A40

lebendiges Still-Leben am 18.07.2010 auf der A40

Roloid auf Überholspur

Roloid auf Überholspur

...im Spiegel der öffentlichen Wahrnehmung

…im Spiegel der öffentlichen Wahrnehmung

Gruppenbild mit Roloid

Gruppenbild mit Roloid

Kulturhauptstadt Europas 2010

Kulturhauptstadt Europas 2010

Im Rahmen der Ruhr-2010, Kulturhauptstadt Europas, wurde die meistbefahrene Autobahn Deutschlands A40 für den Autoverkehr gesperrt – und für die Kultur freigegeben.

Für die Wittener Schule Blote Vogel und den Geometrie-Künstler Alexander HEINZ eine einmalige Gelegenheit, die Form des Oloids als eine Art Turngerät sprichwörtlich auf die Überholspur zu bringen.

Das Roloid ist eine Art kunstvolles Fortbewegungs-Mittel. Man kann sich reinhängen, und durch Gewichtsverlagerung das Roloid und sich selber ins Rollen bringen.

Der Name leitet sich aber nicht nur vom Rollen ab, sondern auch vom Oloid: einer Form, die Paul SCHATZ vor 80 Jahren bei der Umstülpung des Würfels entdeckte.

Für einen Tag 60km freie Bahn für das Roloid und natürlich auch für die 3 Millionen Gäste, die bei dieser Aktion “Still-Leben Ruhrschnellweg” in Bewegung gekommen sind.

Auf der Seite der Ruhr 2010 finden sich noch viele schöne Eindrücke, von dem, was es sonst noch zu sehen gab.


29
Nov 09

Oloid-Woche in Basel November 2009

Oloidwoche auf der Gerbergasse in Basel. Bild: Daniel Häni

Eine besondere Begegnung von Handwerk und Geometrie: in einer öffentlichkeitswirksamen Aktion schlugen Steinmetze und Steinmetzinnen aus Frankreich, Deutschland, Österreich und der Schweiz aus einem 1,8 t. schweren Sandsteinquader die Oloid-Form. Diese Form entsteht als Raum-Zeit-Form aus der Umstülpung des Stülpwürfels von Paul SCHATZ. Pünktlich zum 80. Jahrestag der Entdeckung der Würfel-Umstülpung konnte das Steinoloid fertiggestellt werden.

Oloid am Abend der Fertigstellung. Bild: Daniel Häni

Diese 1,2 t schwere Form läßt sich von Hand bewegen, und es läßt sich sogar darauf balancieren. Die Initiative zu dieser Aktion liegt bei Hildegard von HOMEYER und Claudia WINKLER. Zwei Zimmerleute stellten die Rollrampe für das Oloid her.

Ermöglicht wurde diese Aktion durch Sponsoren wie der Paul-Schatz-Stiftung, Basel, der Edith-Maryon-Stiftung (Kulturfonds), Basel und dem unternehmen mitte, Basel. Weitere Informationen zu der Aktion finden sich als Artikel von Alexander HEINZ in den österreichischen IBDG und im oloidblog.

Handfest zugepackt. Bild: Daniel Häni

Immer wieder Maß nehmen. Bild: Daniel Häni

Arbeitsfortschritte. Bild: Daniel Häni

Auf dem Weg in die Schalterhalle. Bild: Daniel Häni

Balancieren auf dem Oloid. Bild: Daniel Häni

Transport zu neuen Ufern. Bild: Daniel Häni

Station beim Glashaus am Goetheanum in Dornach bei Basel. Bild: Tobias Langscheid


27
Feb 09

Geometrische Spannkraft

Dodekaeder aus Bambus-Stangen von Caspar Schwabe

Dodekaeder aus Bambus-Stangen von Caspar Schwabe

Bambus-Modell mit Spannkraft von Caspar Schwabe

Bambus-Modell mit Spannkraft von Caspar Schwabe

Schauplatz TU München, Fachbereich Mathematik, im Innen- und Außenbereich: lebensgroße Modelle von Caspar SCHWABE, aus Bambus, mit Gummi-Zügen zusammengehalten.

Draußen Modelle der Platonischen Körper, innen ein Modell, daß man mit leichtem Druck zusammendrücken kann. Dabei sammelt es seine Spannkraft, und schnellt wenige Momente später schwungvoll in die Höhe, und entfaltet sich dabei wieder. Wie ein Steh-auf-Männchen.

Ein echter Hingucker – nicht nur zur Tagung der Deutschen Gesellschaft für Geometrie und Grafik in München im Februar.


6
Jan 09

Revolution des Tetraeders

"tanzendes" Tetraeder von Simone JASINSKI in Witten

“tanzendes” Tetraeder von Simone JASINSKI in Witten

Kennen Sie “die Revolution des Viadukts” von Paul KLEE? Hier sehen Sie die “Revolution des Tetraeders”. Mitten in Witten. In der Bahnhofstraße. Man kann mit der Straßenbahn dran vorbei fahren. In Richtung Heven Dorf aus dem rechten Fenster in Fahrtrichtung. Direkt gegenüber der Eisdiele, die im Winter eine Boutik beherbergt. Wenn Sie schon mal in Witten waren, wissen sie vielleicht, was ich meine. Und auf der gegenüberliegenden Seite, ich meine gegenüber der Eisdiele, da wird getanzt. Und zwar tanzt das Tetraeder (bitte: das Tetraeder, nicht der Tetraeder). Oder vielmehr tanzen die vier Seiten des Tetraeders (des: ist richtig). Wenn man genau hinsieht sind es nur drei, aber so, daß man meint, die vierte Fläche wäre da. Aber was sage ich, es sind ja noch nicht einmal Flächen, sondern nur Andeutungen davon, Assoziationen sehe ich. Denn es ist alles so verbogen, pardon, sphärisch gerundet, und der Blick geht durch und durch – es wird getanzt, eben.

(für Hanns Dieter HÜSCH)


29
Nov 08

Oloid-Vernissage November 2008

Verhülltes Oloid (Foto: Frogard Heinz)

Verhülltes Oloid (Foto: Frogard Heinz)

sechsgliedrige Gelenk-Kette (Schatzwürfel) in Oloid. Modell: Werner BUDDE

sechsgliedrige Gelenk-Kette (Schatzwürfel) in Oloid. Modell: Werner BUDDE

Gelenk-Kette im Würfel. Aus Sachatz: die Welt ist umstülpbar. Kette nachträglich hervorgehoben

Gelenk-Kette im Würfel. Aus Schatz: die Welt ist umstülpbar. Kette nachträglich hervorgehoben

Gelenk-Kette im Würfel. Modell: Alexander HEINZ

Gelenk-Kette im Würfel. Modell: Alexander HEINZ

Auf Hof Hartkemeyer bei Bramsche, Nähe Osnabrück, wurde ein Kunst-Stück enthüllt: ein Oloid aus Ibbenbürener Sandstein, gefertigt von der Steinmetzin Hildegard von HOMEYER.

In einer feierlichen Vernissage wurde das Oloid am 29. November, dem 1. Advent enthülllt: ein schönes Stück Monumental-Geometrie.

In der Fest-Ansprache würdigte Alexander HEINZ die Arbeit der Steinmetzin und demonstrierte anhand von Modellen den Zusammenhang des Oloids mit dem umstülpbaren Würfel. Beides sind Erfindungen von Paul SCHATZ.

Ein kurzes Video zeigt das Oloid in Bewegung (Link).


2
Nov 06

Metamorphosen – Divinedivision

An festen Formen können wir uns gut orientieren, und danach unsere Bewegungen einrichten. An beweglichen Formen vollziehen wir – bewußt oder unbewußt – die Bewegung mit, und kommen dadurch selbst in Bewegung. Königlich ist es zu sehen, wie in der Bewegung aus einer festen Form eine andere entsteht. Zu sehen – 2D – bei divinedivision (Polyeder-Entfaltung). Die Idee von Bruno HOFFMANN haben David und Roman RENTROP und Florian WELKER webtauglich umgesetzt.


10
Jun 06

Schatzwürfel und Platonische Körper: Schatz-Symposion Basel 2006

Paul SCHATZ fand durch ein Würfel-Modell zu einem Thema, dass ihn den Rest seines Lebens intensiv beschäftigte: die Umstülpung. Ausgegangen war er ursprünglich von einem Dodekaeder.

Würfel in Ausgangslage. Modell: Alexander Heinz

Würfel in Ausgangslage. Alle Modelle: Alexander Heinz

Dodekaeder von Stülpring umgeben

Dodekaeder von Stülpring umgeben

Dodekaeder von Stülpring umgeben

Dodekaeder von Stülpring umgeben

Bei der Konstruktion seines Meisterstücks fand Alexander HEINZ heraus, dass sich der Stülpring -  das bewegliche Herzstück des Schatzwürfels – in bestimmten Positionen an jeden der Platonischen Körper anschmiegt – mal von innen, mal von außen.

In seinem Referat anläßlich des Paul-Schatz-Symposions führte er diese Entdeckung anschaulich an eigenen Modellen vor. Der durchgängige Bewegungs-Ablauf durchläuft dabei 32 Stationen, an denen eine “anlehnende” Übereinstimmung des Würfelgürtels mit einem jeweiligen Platonischen Körper besteht. Vier Stationen zeigen ein Muster aus ebenen Waben, bzw. regulären Dreiecken, die – unter einem bestimmten Blickwinkel – als Sonderfälle der Platonischen Körper gelten können.

Diese, rein an Modellen gefundenen Verhältnisse können streng geometrisch nachvollzogen werden.