Praktisch an geometrischen Gesetzmäßigkeiten arbeiten: das Oloid in Holz, Ton und Papier. Mit den Händen ergründen und begreifen, und (erst) dann auf der praktischen Grundlage geometrische Fragen stellen: dies ist ein sehr fruchtbarer Zugang sowohl zur Geometrie, als auch zum Handwerken.
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5
Nov 09
Strobl 2009
Zur 30. Geometrie-Tagung des österreichischen Fachverbandes ADG in Strobl am Wolfgangsee gab Alexander HEINZ mit zwei eigenen Beiträgen Gelegenheit geometrisch in Bewegung zu kommen – ausgehend von der einfachen Tatsache, daß der Raum durch die Zeit, und die Zeit durch den Raum erfahrbar werden.
Zum 80. mal jährt sich 2009 die Erfindung des umstülpbaren Würfels von Paul SCHATZ. Mit diesem Modell und vielen weiteren beweglichen Modellen, die in der Folge dieser Erfindung auch von anderen erfunden wurden demonstrierte er wie belebend Geometrie wirken kann, wenn sie das Erleben als Erkenntnis-Zugang erschließt. Dies umsomehr, wenn man, wie auf der Tagung, in einem Workshop dazu die Gelegenheit bekommt, Modelle selber zu bauen.
Die im Vortrag gewählte Darstellung ist als Anregung zur Nachahmung gedacht. Der Inhalt folgt einer ähnlichen Präsentation an der TU München im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geometrie und Graphik (DGfGG) im Februar 2009.
29
Nov 08
Oloid-Vernissage November 2008
Auf Hof Hartkemeyer bei Bramsche, Nähe Osnabrück, wurde ein Kunst-Stück enthüllt: ein Oloid der Steinmetzin Hildegard von HOMEYER. Die Steinmetzin lernte am Berner Münster und wünschte sich zum Abschluß ihrer Lehrzeit ein Oloid aus Stein zu hauen. Die Schwester Julia Hartkemeyer und andere Freunde sponsorten dazu den Stein – einen Ibbenbürener Sandstein. In einer feierlichen Vernissage wurde das Oloid am 29. November, dem 1. Advent enthülllt: ein schönes Stück Monumental-Geometrie.
In der Fest-Ansprache würdigte Alexander Heinz die Arbeit der Steinmetzin und demonstrierte anhand von Modellen den Zusammenhang des Oloids mit dem umstülpbaren Würfel, beides Erfindungen von Paul SCHATZ. Anhand eines Manisfestes von Joseph Beuys beschrieb er Zusammenhänge der Begriffe von Raum, Zeit und Kunst mit dem Begriff der Umstülpung.

Schatzwürfel mit sechsgliedriger Gelenk-Kette. Abbildung aus Schatz: Die Welt ist umstülpbar, Gelenk-Kette nachträglich hervorgehoben
- Enthülltes Oloid (Foto: Frogard Heinz)
25
Mai 07
Wunderbare Platonische Körper Hauteroda 2007
Wie kommt es, dass die regulären Polyeder oder Platonischen Körper als schön empfunden werden? Das gesteht man doch sonst Kunstwerken und nicht Gegenständen der Naturwissenschaft zu!
Für ein paar Tage nahmen wir uns die Zeit. In aller Ruhe ließen wir uns in die wunderbaren mathematischen und zahlenmäßigen Eigenschaften der Platonischen Körper und ihrer Zusammenhänge untereinander ein. Ihre Darstellung in der Geschichte (Steinzeitliche Steinkugeln, PLATOS Beschreibung, römische Bronzemodelle, DÜRERS und LEONARDOS Illustrationen) und streiflichtartige Blicke in das Mineralreich u.v.m. ließen uns wahrlich staunen.
Dazu dienten uns auch praktische Zugangsweisen im Modellbau in verschiedenen Materialien wie Ton, Karton, Plexiglas. Es entstanden auch bewegliche, umstülpbare Modelle, die ein besonders aktives Mitdenken erforderten. Indes sangen draußen, auch am hellichten Tag, die Nachtigallen. Man konnte sich im Paradies wähnen.
Herzlichen Dank an Tobias Knabe für seine freundliche Unterbringung in seinem “Haus auf dem Berge”
11
Dez 06
Platonische Körper erleben
Platonische Körper (wie überhaupt die Welt) kann man nicht nur von außen, sondern wie der vitruvianische Mensch von Leonardo auch von innen kennenlernen – und ganz schön was dabei erleben! Ausgehend von der Metamorphose der einfachsten geometrischen Elemente wie Punkt, Gerade, Ebene und Raum erprobten wir, wie sich aus Stangen Raumgebilde bilden lassen, vorausgesetzt, es gibt genug hilfreiche Hände, und man ist bereit sich zu strecken und auch mal reinzuknien.
All das machten die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse von der Schule Blote Vogel mit Alexander HEINZ in Witten ganz vorzüglich, wie man auf den nachträglich gemachten Bildern sehen kann. Dazu ist in ganzer Artikel nicht nur in der Schulzeitung erschienen, sondern auch in einer pädagogischen Fachzeitschrift.
24
Dez 02
Die Bedeutung der Geometrie
beruht nicht auf ihrem praktischen Nutzen, sondern darauf, dass sie ewige und unwandelbare Gegenstände untersucht und danach strebt, die Seele zur Wahrheit zu erheben.
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PLATO (zitiert nach Paul ADAM und Arnold WYSS: Platonische und Archimedische Körper, ihre Sternformen und polaren Gebilde. Bern/Stuttgart 1994)




















