Posts Tagged: Ästhetische Geometrie


7
Mrz 11

Platonische Liebe zur Landwirtschaft

Platonische (Hohl-) Körper aus Holz. Objekt und Bild von Tobias Dübler

Eine gediegene Verbindung von Handwerk und Geometrie: die Platonischen Körper als Holzdosen.

Objekte und Bild: Tobias Dübler

Objekt und Bild: Tobias Dübler

Sie wurden geschaffen für einen Getreidezüchter, der die Wirkung der umgebenden Form auf die Keim- und Vitalkräfte des darin gelagerten Korns erforschen will.

Tobias DÜBLER hat diese  Objekte hergestellt. Weitere Informationen und Anfragen können über diesen Link an ihn direkt gesendet werden: erdenlicht.net

P.S.: Die abgebildeten Polyeder sind als Modell gewissermaßen open-source. Das Korn, was da reinkommt wohl auch – und es steht zu hoffen, das Getreide, wie überhaupt alles Saatgut, open-source bleibt. Woher soll denn sonst die Initiative und Innovation kommen, wenn nicht von einzelnen Menschen, die open-source als frei verfügbare Grundlage für ihre Arbeit haben?

(zum Beginn des Frühjahrs 2011)


7
Feb 11

Form und Chaos II: Platonische Winterfreuden

Schnee-Dodekaeder

Schnee-Tetraeder

Schnee-Oktaeder

Schnee-Ikosaeder

Schnee-Würfel

Wasser kann fest werden: dann ordnet es sich zu unzähligen Eiskristallen, deren schöne Formen man freilich nur unter dem Mikroskop sehen kann.

Diese verklumpen beim Schneefall zu Flocken, und festigen sich zu Schnee, Firn und Eis.

Und man kann damit schöne Formen machen. Zum Beispiel Schneemänner, Iglus, und auch Platonische Körper, wie man sieht.

Die Bewegungsfreude des Wassers ist – bis auf wenige Ausnahmen wie der langsamen Bewegung des Gletschers oder der flüchtigen Lavine erstarrt.

Setzt das Tauwetter ein, so wird das zur Form gefrorene Wasser wieder flüssig. Nun wird es (vorwiegend horizontal) beweglich, und prägt der ganzen Welt seine Bewegungen auf, wie man an den Flußläufen und an den Küsten sehr schön sehen kann.

Verdunstet oder verdampft Wasser, so kommt eine weitere Beweglichkeit hinzu, die sich nun auch auf die Vertikale ausdehnt.

Man sieht: am Wasser kann man gut den Zusammenhang von Form und Bewegung (“Chaos”) beobachten. Und zwar über die drei sogenannten Aggregat-Zustände des Festen, des Flüssigen und des Flüchtigen.

PLATO, seinen philosophischen Vorläufern folgend, ordnet diese Zustände den Platonischen Körpern zu: das Feste dem Würfel, das Flüssige dem Ikosaeder, das Luftige dem Oktaeder.

Die Wärme, die die Veränderung von einem Zustand zum andern bewirkt, ordnet PLATO dem Tetraeder zu. Und einem fünften, allumfassenden Element das Dodekaeder.

Form ist geronnene Bewegung, Bewegung ist aufgelöste Form. Und so ist es mit vielem Anderen.

 


18
Mai 10

Leonardo heute

Leonardos Illustration: Dodekaeder

Leonardo im Roloid

LEONARDO da Vinci (1452 -1519) ist nicht nur als berühmter Maler der Mona Lisa bekannt geworden. Neben seinen unsterblichen Gemälden und Zeichnungen können uns seine zahlreichen technischen Erfindungen heute ebenso begeistern, wie seine geometrischen Errungenschaften. Dazu gehört ein geometrischer Bildaufbau ebenso, wie die korrekte Umsetzung der Perspektive.

Berühmt ist sein Vitruvianischer Mensch in Kreis und Quadrat. Er wollte offensichtlich den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Weniger bekannt ist, daß er zusammen mit dem Mönch und Mathematiker Fra Luca PACIOLI (1545 – ca. 1514) ein frühes Buch über mathematische und geometrische Gesetzmäßigkeiten herausbrachte. Für das Buch “Divina Proportione” lieferte LEONARDO die Illustrationen. Darunter sind auch die Platonischen Körper und andere Polyeder.

Was macht LEONARDO heute? Vielleicht freut er sich an neueren geometrischen Errungenschaften, wie dem (R)Oloid?


16
Mai 10

Himmel über der Ruhr

Himmel über Oktaeder-Skulptur in Wetter an der Ruhr

…und die Wolken ziehn so schnell vorbei…

PLATO, nach dem die Platonischen Körper benannt sind, ordnet in seinem Timaios-Dialog dem Oktaeder das Element des “Luftigen” (oder dem “Flüchtigen”) zu.

Stellt man das Oktaeder auf die Spitze, so zeigt jede seiner Ecken in eine Raumesrichtung. Es scheint sich dann, wenn man das gefühlsmäßig so sagen darf, offensichtlich besonders wohl zu fühlen im luftigen Element.

Bei dieser Skulptur ruht das Oktaeder auf einer Kante, ebenfalls in der Luft. Und das sieht auch ganz prima aus.


5
Mai 10

FS Pyramidendodekaeder

FS Pyramidendodekaeder von Alexander Heinz

FS Pyramidendodekaeder von Alexander Heinz


20
Apr 10

FS Pyramidenwürfel

FS Würfelstumpf von Alexander Heinz

FS Pyramidenwürfel von Alexander Heinz


7
Apr 10

FS Cubus simus

FS Cubus simus von Alexander Heinz

FS Cubus simus von Alexander Heinz


5
Apr 10

FS Ikosidodekaeder

FS Ikosidodekaeder von Alexander Heinz

FS Ikosidodekaeder von Alexander Heinz


31
Mrz 10

FS Kuboktaederstumpf

FS Kuboktaederstumpf von Alexander Heinz

FS Kuboktaederstumpf von Alexander Heinz


26
Mrz 10

Ästhetische Geometrie Aachen 2010

Geometrie kann ästhetisch sein – und die Ästethik kann geometrischen Gesetzmäßigkeiten folgen: Geometrie als universelles Thema in Kunst und Wissenschaft. Auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geometrie und Graphik (DGfGG) stand diese Verbindung im Vordergrund. Zahlreiche Geometer aus Deutschland und Österreich beteiligten sich mit eigenen Beiträgen. Prof. Albrecht BEUTELSPACHER berichtete über die Entwicklung des Mathematik-Museums in Giessen zu einer der erfolgreichsten Museen Deutschlands. Dr. Christoph PÖPPE vom Verlag Spektrum der Wissenschaft berichtete von monumental-geometrischen Aktionen, die er mit Schülern erfolgreich durchgeführt hat.

Das Programm spiegelte die Vielfalt wieder, in der Geometrie in Wissenschaft, Lehre und Forschung, aber auch in Handwerk und Kunst und im Alltag zu finden ist. Der Bildhauer Klaus BECKER aus Anröchte berichtete von seiner bilhauerischen Arbeit an grünem Anröchter Sandstein, Alexander HEINZ von der Oloid-Woche in Basel, in der roter Buntsandstein bearbeitet wurde. Eine Reihe von Vorträgen veranschaulichten die Bedeutung der Geometrie im Design und auch in der Computer-Anwendung.

Parallel dazu fand in der ehemaligen Reichsabtei Aachen-Cornelimüster eine gleichnamige Ausstellung statt mit zahlreichen geometrischen Modellen, unter anderem von Ulrich MIKLOWEIT, Daniel LORDICK, Christoph PÖPPE; Rinus ROELOFS, Klaus BECKER, Oliver NIEWIADOMSKI und Prof. em. Friedhelm KÜRPIG, der Tagung und Ausstellung organisiert hat. Eine erweiterte Neuauflage der Ausstellung ist für den April 2011 in Aachen im Super C der RWTH geplant.

Im Rahmen der Tagung wurde der von Friedhelm KÜRPIG gestiftete Phänomena-Preis verliehen, den in einer Abstimmung Alexander HEINZ für seine gefalteten Papierpolyeder “FS Polyeder” gewann. Eine Dokumentation der Tagung, der Ausstellung und des Wettberbwerbs sind als Tagungsband in Arbeit.