Vortrag und Tagungen


13
Mrz 15

DGfGG Tagung Karlsruhe 2015

Oloide gestaltet von Alexander HEINZ präsentiert auf der DGfGG Tagung

Oloide gestaltet von Alexander HEINZ präsentiert auf der DGfGG Tagung

Die Basis der Vielfalt – Geometrie als Grundlage und Anregung des Denkens.

Unter diesem Motto traf sich die Deutsche Gesellschaft für Geometrie und Grafik (DGfGG) zu ihrer 10. Tagung.

Die gesamte Konzeption, Organisation, sowie das reichhaltige Tagungs-Programm (Link) hat Udo BEYER vom KIT (Karlsruher Institut für Technologie) zusammengestellt.

Alle Beiträge zeigen eindrucksvoll, dass Geometrie ein Schlüssel zum Verständnis vieler Fachrichtungen ist. Hier waren es vor allem Architektur, Ingenieurwissenschaften, Darstellende Geometrie und Gestaltung.

Neben Vorträgen und intensivem fachlichen wie persönlichen Austausch waren auch die Modellbauer präsent (siehe Bild).

Zum Ende der Tagung wurde das originellste Modell ausgezeichnet mit dem von Friedhelm KÜRPIG gestifteten Phänomena-Preis.

Er wurde Ernst LEHR für seine Umstülpbare Rose verliehen. Herzlichen Glückwunsch!

In einer Ausstellung parallel zur Tagung zeigte Sabine CLASSEN ihre grossen Keramik-Formen: “Aus Bewegung wird Form”.


6
Nov 14

35.Geometrie-Tagung Strobl 2014

Abbild in Camera

Abbild in Camera

Camera obscura mit Bild

Camera obscura mit Bild

Projektisonsschema in der Camera

Projektisons-Schema in der Camera

konstruktive Übung zum spiegeln von Motiven

konstruktive Übung zum spiegeln von Motiven

In Strobl am Wolfgangsee trifft sich die geometrische Welt, dank dem Allgemeinen Dachverband der Geometrie (ADG) und weiterer Netzwerke. Die Themen dieser jährlichen Fachtagung reichen von der Grundschule bis Hochschule.

Beliebt sind Workshops, in denen geometrischen Themen mit allen Sinnen erfasst werden können. So konnte z.B. das Konstruieren von Bild-Projektionen entsprechend der Camara obscura praktisch nachvollzogen werden.

Das vollständige Programm, Materialien und Bilder finden sich auf der Tagungsseite 2014:


30
Apr 14

Tag der Geometrie Graz 2014

Johannes KEPLER, der zeitweise auch in Graz lebte, entdeckte die Gesetzmässigkeiten, nach denen sich die Planeten um die Sonne bewegen. Die moderne Raumfahrt liefert inzwischen Bilder, die auch zum Bau von Planeten-Modellen verwendet werden können.

Planeten-Modelle zum selber bauen

Planeten-Modelle zum selber bauen

Modelle zusammengestellt zum Balkon-Planetarium

Modelle zusammengestellt zum Balkon-Planetarium

In der Kepler-Stadt Graz hat die Geometrie einen internationalen Spitzenplatz, auch dank der TU Graz. Sie veranstaltet mit der PH Steiermark und in Zusammenarbeit mit nationalen und regionalen Netzwerken jedes Jahr den Tag der Geometrie.

Er bietet fachlichen Austausch, persönliche Begegnungen und schafft Öffentlichkeit für ein Fachgebiet, das im Alltag in vielfältiger Weise präsent ist: ob man den Navi oder den Stadtplan bemüht, eine Krawatte bindet oder das Auto einparken muss: in vielen täglichen Fragen helfen geometrische Lösungen.

Neben inhaltlichen Beiträgen konnte man in Workshops praktisch tätig werden, wie beim Bau von Planeten-Modellen mit Alexander HEINZ. Die fertigen Modelle wurden spontan zu einem Planetarium auf dem Fussboden ausgelegt, ungefähr den proportionalen Entfernungen entsprechend.

Das Balkon-Planetarium gibt diesen Eindruck wieder, es wurde erst nachträglich fotografiert. Im Vordergrund die Sonne und die inneren Planeten. Nach dem Asteroiden-Gürtel der Jupiter mit seinen vier grössten Monden. Der Saturn ist gerade noch zu erkennen. Pluto liegt am anderen Ende des Balkons.

Eine Programm-Übersicht zum Tag der Geometrie 2014 findet sich unter diesem Link zur TU GrazDie Bastelbogen der Modelle finden sich im Internet, z.B. bei der Volkssternwarte Recklinghausen.


30
Nov 13

Schritte zur Umstülpung (II)

Paul SCHATZ mit Oloid und umstülpbaren Tierkreis-Dodekaeder

Paul SCHATZ mit Oloid und umstülpbaren Tierkreis-Dodekaeder

Rhomboeder im Dodekaeder

Rhomboeder im Dodekaeder

Würfelhocker

Würfelhocker

Würfelhocker und umstülpbarer Würfel von Paul SCHARTZ

Würfelhocker und umstülpbarer Würfel nach Paul SCHATZ

Aus der partiellen physischen Umstülpung des Dodekaeders las Paul SCHATZ die prinzipielle Umstülpbarkeit aller Raumkörper.

Um dies zu veranschaulichen übertrug er das sechsgliedrige Gelenk-System auf ein im Dodekaeder liegendes Rhomboeder, und schliesslich auf den Würfel (Würfelhocker). Mit diesem Schritt erreichte er eine weitreichende Beweglichkeit der Gelenk-Kette.

Letzte Korrekturen erlauben eine physisch vollständige, zwangläufige Umstülpung des Würfels (umstüplbarer Würfel nach Paul SCHATZ).

Von hier erschliessen sich verschiedene Wege zur Umstülpung anderer Raumformen, zum Oloid und zu technischen Anwendungen. Dies wird in einem folgenden Beitrag näher erläutert.

Die Modelle hat Alexander HEINZ nach Originalen von Paul SCHATZ gebaut und fotografiert.

Die Renovationen und Rekonstruktionen stellte Alexander Heinz anlässlich der Tagung der Paul-Schatz-Gesellschaft in Mannheim in einem Vortrag vor.


23
Nov 13

Schritte zur Umstülpung (I)

Paul SCHATZ mit Oloid und Tierkreis-Dodekaeder

Paul SCHATZ mit Oloid und Tierkreis-Dodekaeder (geöffnet)

Tierkreis-Dodekaeder-Kette, offen. Aussenansicht

Tierkreis-Dodekaeder-Kette, offen. Aussenansicht

Tierkreis-Dodekaeder offen, Innenansicht

Tierkreis-Dodekaeder offen, Innenansicht

Tierkreis-Dodekaeder

Tierkreis-Dodekaeder, geschlossen, Stern

Am Anfang stand die Aufgabe, eine Urne zu gestalten – in der Form eines Dodekaeders (= Zwölfflächner).

Es lag nahe, diesen mit den zwölf Tierkreiszeichen in Verbindung zu bringen.

Die Räumliche Zwölfheit des Dodekaeders ist nicht ohne Weiteres mit der Abfolge der Tierkreiszeichen vereinbar.

Paul SCHATZ fand eine befriedigende Lösung, indem er die Abfolge in einer Wellenlinie auf das Dodekaeder übertrug, welches auf einer Spitze steht.

Die Flächen mussten geteilt werden, jede zweite vollständig, die übrigen Hälften sind mit Gelenken verbunden.

Von Aussen brachte er die abendländischen Abbildungen der Tierkreiszeichen an, für die Innenansicht griff er auf stilisierte ägyptische Darstellungen zurück.

Damit gewinnt man eine sechsgliedrige Gelenk-Kette. Trennt man ein Gelenk, und wendet die Kette, so erhält man einen Stern, der in sich leicht beweglich ist.

Diese Beweglichkeit lässt sich erhöhen, wenn die Dodekaeder-Flächen abgetragen werden. Dies wird in einem folgenden Beitrag näher erläutert.

Die Modelle hat Alexander HEINZ nach Originalen von Paul SCHATZ gebaut und fotografiert.

Die Renovationen und Rekonstruktionen stellte Alexander Heinz anlässlich zum Tag der Offenen Tür der Paul-Schatz-Stiftung, Basel in einem Vortrag vor.


7
Nov 13

34.Geometrie-Tagung Strobl 2013

Saturn-Modell

Saturn-Modell

Einblick in Orion-Batelbogen

Einblick in Orion-Batelbogen

Die Erde - mit Ecken und Kanten

Die Erde – mit Ecken und Kanten

im Workshop

im Workshop

Lohn der Mühe

Lohn der Mühe

Ein jährliches Stelldichein für jeden, der Geometrie unterrichtet. Veranstaltet von der Universität Salzburg in enger Abstimmung mit Allgemeinen Dachverband der Geometrie ADG.

Im Vordergrund stehen viele interessante Themen, neue Entwicklungen und auch der persönliche Austausch kommt nicht zu kurz. In Workshops bietet sich die Möglichkeit, einzelne Inhalte im praktischen Tun zu vertiefen.

Dieses Jahr entstanden zum Beispiel eine ganze Reihe von astronomischen Modellen: einzelne Himmelskörper, eine Himmelskuppel, ein räumliches Sternbild vom Orion, der nachts bei klarem Himmel über dem Tagungsort stand.

Das Detailprogramm, Materialien und Bilder finden sich auf der Tagungsseite 2013. Dort finden sich auch Hinweise zu den Quellen der abgebildeten Modelle bzw. ihrer Bastelsätze.

 


8
Nov 12

33.Geometrie-Tagung Strobl 2012

Polyeder-Modelle von Alexander HEINZ

Polyeder-Modelle von Alexander HEINZ

Die jährliche Geometrie-Tagung in Strobl bietet für jeden, der das Fach unterrichtet einen reichen Erfahrungs-Austausch und viele neue Anregungen.

In Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Dachverband der Geometrie (ADG) und zahlreicher nationaler Netzwerke organisiert die Universität Salzburg diese erfolgreiche Fortbildungs-Veranstaltung nun schon im vierten Jahrzehnt.

Zum Thema der Metamorphose und Morphogenese stellte Alexander HEINZ die Form-Verwandtschaften der Regulären und Halbregulären Polyeder unter einem neuen Blickwinkel vor.

FS Modelle aus gleichen Quadraten bzw. Dreiecken

FS Modelle von Alexander HEINZ aus gleichen Quadraten bzw. Dreiecken

Im seinem Workshop konnten zahlreiche Variationen der Polyeder-Formen in der von ihm entwickelten Falt-und-Stecktechnik (FS) praktisch umgesetzt werden.

Das vollständige Programm, Materialien und Bilder finden sich auf der Tagungsseite 2012


10
Nov 11

32.Geometrie-Tagung Strobl 2011

West trift Ost:

westliche Polyederform trifft östliche Falttechnik

FS Polyeder-Modelle und FS Oloide

FS Polyeder-Modelle und FS Oloide

FS Oktaeder von Alexander HEINZ

FS Oktaeder von Alexander HEINZ

Eine Plattform des Austausches und der Zusammenarbeit: die jährliche Fortbildungstagung für Geometrie in Strobl am Wolfgangsee, die veranstaltet wird von der Universität Salzburg in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Dachverband für Geometrie ADG.

In seinem kleinen Beitrag stellte Alexander HEINZ die von ihm massgeblich ausgarbeitete Falt-und Stecktechnik (FS) von Polyedern vor. Dabei begegnen sich die westliche Kulturtradition der Polyeder mit der östlichen Tradition des Faltens bzw. dem Werkstoff Papier. Das Gedicht vom Gingko-Blatt aus Goethes west-östlichen Divan rundete den Beitrag ab.

In einem Workshop entstanden zahlreiche FS-Polyeder-Modelle, in einem anderen FS Oloide.

Das vollständige Programm, Materialien zu den Beiträgen und Bilder finden sich auf der Tagungsseite 2011.


17
Jun 11

DGfGG Tagung Dresden 2011

FS Modelle der Platonischen Körper von Alexander HEINZ, Sammlung TU Dresden.

FS Modelle der Platonischen Körper von Alexander HEINZ, Sammlung TU Dresden.

Wege zur Präsentation geometrischer Modelle.

Unter diesem Motto traf sich die Deutsche Gesellschaft für Geometrie und Grafik (DGfGG) zu ihrer 7. Tagung.

Die gesamte Konzeption, Organisation, sowie das reichhaltige Tagungs-Programm (Link) lag in den Händen von Daniel LORDICK, TU Dresden.

Alle Beiträge zeigen eindrucksvoll, dass Geometrie ein Schlüssel zum Verständnis vieler Fachrichtungen ist. Hier waren es vor allem Architektur, Ingenieurwissenschaften, Darstellende Geometrie und Gestaltung.

Neben Vorträgen und intensivem fachlichen wie persönlichen Austausch waren auch die Modellbauer präsent (siehe Bild).

Zum Ende der Tagung wurde Klaus BECKER ausgezeichnet mit dem von Friedhelm KÜRPIG gestifteten Phänomena-Preis. Herzlichen Glückwunsch!

In einer Ausstellung parallel zur Tagung zeigte er seine Polyeder-Skulpturen aus Anröchter Sandstein.


10
Jun 11

KIT Karlsruhe 2011: Fläche, Raum, Bewegung

FS

Quadratische Papierflächen werden gefaltet …

Räumliche Zusammenhänge werden in der Regel auf einem Blatt Papier oder am Bildschirm dargestellt. Doch schon eine Strecke, gezeichnet von einem Punkt zum anderen beinhaltet ein weiteres Element, das neben dem Räumlichen in der Geometrie wichtig ist: die Bewegung.

... zu Modulen verbunden

… zu Modulen verbunden …

Die Fakultät Mathematik, Abteilung Didaktik vom KIT (Karlsruher Institut für Technologie, Universität Karlsruhe) lud im Rahmen einer mathematisch-didaktischen Vorlesungsreihe zu einem Vortrag von Alexander HEINZ, der anhand von Modellen zu diesem Thema referierte.

... zusammengesteckt ...

… zusammengesteckt …

Mit einfachen Faltmodellen kann eine Art kulturelle Brücke geschlagen werden zwischen der westlichen Idee der Polyeder und der östlichen Tradition des Origami. Alexander Heinz stellte seine FS Modelle (reguläre und halbreguläre Polyeder) vor.

... dann der "Schluss-Stein" ...

… dann der “Schluss-Stein” …

Ausgangspunkt ist das ebene Blatt Papier, das durch Falten aus der Ebene herausgehoben wird. Es entstehen Module, die durch Zusammenstecken eine hochsymmetrische räumliche Form ergeben, in der die Bewegung des Modellbauens zur Ruhe kommt. Dies konnten die Zuhörer am FS Oktaeder selber praktisch nachvollziehen.

... fertig ist das FS Oktaeder

… fertig ist das FS Oktaeder

Eine kurze Demonstration von beweglichen Modellen aus Karton rundete das Thema ab. Hier zeigte sich, wie vielfältig Raumformen und Bewegungsabläufe sich gegenseitig bedingen. Offenbar liegt in der Bewegung beweglicher Modelle eine grosse Faszination, sodass an eine Fortsetzung des Vortrages gedacht werden kann.